
1 Produktaufgabe
2 Produktstrom
3 Produktwendewerk
4 Produktabgabe
5 Nassreinigung
6 Gewebeband
7 Frischluftansaugung
8 Warmlufterzeugung, Wärmetauscher
9 Fortluftkamine
1. Verfahrensbeschreibung:
Das feuchte Produkt wird kontinuierlich dem Trockner zugeführt. Über zwei Förderschnecken wird das Feuchtgut zunächst gleichmäßig über die Bandbreite verteilt und eingeebnet. Die geeignete Schütthöhe ist variabel einstellbar und kann damit optimal auf die jeweiligen Erfordernisse schnell und einfach angepasst werden.
Nach der Verteilung wird das Produkt durch den Bandvorschub in den Trocknungsbereich eingefahren. Innerhalb des Trocknertunnels wird die Produktschüttung von der erzeugten Warmluft durchströmt. Die Warmluft wird mittels Wärmetauscher aus dem zur Verfügung stehenden Wärmemedium erzeugt. Während die Warmluft die Gutschicht durchströmt, wird die Feuchtigkeit konvektiv abgetrocknet und auf den Luftstrom übertragen, welcher durch den dabei nötigen Wärmeentzug abkühlt.
Die Trocknungsluft kann über die gesamte Länge genau dosiert werden und dadurch dem jeweiligen Trocknungsabschnitt optimal angepasst werden. Mehrere Radialventilatoren (Multiventsystem) sorgen für eine exakte Luftdosierung über die gesamte Länge des Trockners. Im Aufgabebereich (Nassbereich) ist sehr viel mehr Luft erforderlich als im Abgabebereich. Eine Anpassung an diese Erfordernisse nutzt die Trocknungsluft sehr effektiv und erhöht damit den Wirkungsgrad.
Die Durchlüftung der Produktschicht erfolgt von oben nach unten. Feinanteile werden durch die Produktschicht selbst abgeschieden, ähnlich einer Filtermatte. Zusätzlich bildet das Transportband eine zweite Filterung der Abluft.
Zum Erhalt eines möglichst homogenen Trockengutes wird die Schüttung nach halber Trocknerlänge mittels einer bewährten Wendevorrichtung kontrolliert umgeschichtet und vermischt. Dadurch erfolgt ein Ausgleich zwischen der trockeneren Oberschicht und der etwas feuchteren Unterschicht. Diese Maßnahme gewährleistet am Trockneraustritt ein sehr homogenes Trockengut, das zur Erzeugung eines hochwertigen Endproduktes dient.
Nach Durchlaufen des Trocknungsbereiches wird das Produkt ausgeschleust. Das Trockengut fällt vom Förderband in eine Förderschnecke und wird zur weiteren Verarbeitung abtransportiert.
Der Trocknungsbereich ist vom Aufgabe und Abgabebereich abgeschottet, so dass Leckagen nur sehr gering sind. Zusätzlich wird der gesamte Trocknungs- und Warmluftbereich im leichten Unterdruck betrieben, so dass der Austritt von Leckluft nicht möglich ist.
2. Regelung der Produktfeuchte:
Zur Pelletierung wird eine konstante Trockengutfeuchte gefordert. Da der Eingangsfeuchtegehalt des Produktes Schwankungen unterliegt, wird eine Feuchteregelautomatik installiert.
Durch die kontinuierliche Messung der Produktfeuchte am Austritt des Trockners erfolgt eine Regelung und Überwachung. Die Bandgeschwindigkeit wird über einen frequenzbetriebenen Getriebemotor stufenlos eingestellt und unterschiedlichen Eingangsfeuchten angepasst. Bei hohen Feuchtegehalten sinkt die Bandgeschwindigkeit und damit die Durchsatzleistung, wohingegen bei geringeren Eintrittsfeuchten die Bandgeschwindigkeit erhöht wird, bei steigender Durchsatzleistung.
Diese Regelung gewährleistet eine konstante Trockengutfeuchte und optimale Ausnutzung der zugeführten Wärmeenergie.
Eine Durchsatzregelung kann durch eine Drosselung der bauseitigen Wärmeenergie erfolgen, so dass hier problemlos die Verdampfungsleistung und damit der Trockengutausstoß eingestellt werden kann.

3. Reinigung:
Zur Abreinigung des Trocknungsbandes werden eine kontinuierliche Trockenreinigung sowie eine diskontinuierliche Nassreinigung eingesetzt.
Die Trockenreinigung erfolgt durch eine Bandabblasung, welche abgabeseitig das perforierte Trocknungsband von feinen Staubpartikeln befreit. Die Reinigungsreste werden dem Abgabegut zugeführt.
Zur weitergehenden Reinigung des Bandes wird eine Hochdrucknassreinigung eingesetzt. Eine rotierende Ringdüse wird mittels einer Hochdruckpumpe mit ca. 180 bar beaufschlagt. Der entstehende Wasserstrahl reinigt das Band zuverlässig von klebenden Ablagerungen (wie Harzen, Ligninen, Fetten) ab. Die rotierende Düse verfährt durch einen pneumatischen Lineartrieb über die Bandbreite und kann damit das gesamte Band abreinigen. Das Schmutzwasser wird von einer Auffangwanne gesammelt und über ein Ablaufrohr der bauseitigen Entsorgung zugeleitet.