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Longest belt dryer to Chile
STELA Laxhuber will commission their so far longest low-temperature belt dryer type 1/6200-61,5 at the company Arauco in Chile.

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Higher boiler capacity by fuel pre-drying
Södra Cell, one of the largest producers in paper manufacture based in Sweden, acquired the STELA low-temperature belt drier 1/6200-49.5. >>
Anlagen modular erweiterbar
In Süddeutschland ist die Stela-Laxhuber Trocknungstechnik GmbH ansässig (Landkreis Rottal-Inn). Sie bietet auch ein Verfahren zur Trocknung von Gärprodukten mit >>

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Investition für die Zukunft

Investition für die Zukunft

Große Leistung auf kleiner Fläche
Die feierliche Eröffnung der dritten Pelletieranlage von Hot´ts Holzpellets in Oberweis bei Gmunden fand am 11. Juni statt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 7 Mio. €. In der ersten Ausbaustufe werden seit der zweiten Aprilwoche 35.000 t/J erzeugt. Im Endausbau soll die Produktionsmenge 90.000 t/J betragen. Sobald der Bedarf am Markt besteht, ist die zweite Ausbaustufe fällig.

© DI Johanna Schnaubelt
Produktionsstandort Oberweis: Seit der zweiten Aprilwoche werden hier qualitativ hochwertige Pellets erzeugt
© DI Johanna Schnaubelt

Es liegt eine anstrengende, aber vor allem sehr aufregende Zeit hinter uns“, berichtete Bernhard Glechner, einer der beiden Geschäftsführer von Hot´ts Holzpellets anlässlich der Feierlichkeiten. Bei der dritten Pelletierung von Hot´ts Holzpellets nach Mattighofen und Pfarrkirchen/DE setzte man bei der technischen Ausstattung auf Know-how aus Kärnten. Teccon, Lieserbrücke, lieferte die Anlagenplanung und einen Pellet-Turm.
© DI Johanna Schnaubelt
Durchdachtes Konzept beim Teccon-Pellet-Turm: Mithilfe der Schwerkraft ist aufwändige Fördertechnik überflüssig geworden
© DI Johanna Schnaubelt

Kompakte Pelletierung

Es ist das erste Werk von Hot´ts Holzpellets, in dem diese Anlagentechnik zum Einsatz kommt. „Die kompakte Pelletierung mittels Turm hat uns einfach überzeugt“, erklärte Bernhard Glechner. „Die Herausforderung bei dieser Anlage war, ein Pelletswerk mit großer Leistung inklusive der zugehörigen Lkw-Logistik auf einer verhältnismäßig kleinen Grundstücksfläche unterzubringen“, informierte DI Roland Kasmanhuber, Teccon-Geschäftsführer. Der Turm benötigt eine Fläche von 5,2 mal 6,2m. „In dieser Anlage in Modulbauweise werden hochwertige Pellets erzeugt“, wusste Geschäftsführer Gerhard Glechner. Für den zweiten Ausbauschritt werden zwei weitere Türme installiert.
Auch die Errichtung ging innerhalb kurzer Zeit über die Bühne. „Sowohl die Bau- und Errichtungszeit als auch die Inbetriebnahme erfolgte trotz des harten Winters nach Plan“, waren die beiden Geschäftsführer begeistert. „Wir sind mit dem Service und vor allem der Technik von Teccon mehr als zufrieden.“
Die Pellets werden aus Säge- und Hobelspänen produziert. Der Rohstoff wird von benachbarten Sägewerken im Umkreis von 50km bezogen“, erläuterte Gerhard Glechner. „Die Transportwege werden kurz gehalten.“ Dieser Aspekt war mit ausschlaggebend für die Errichtung des Werkes in Oberweis.
Den Pellets, die Önorm- und DINplus-zertifziert sind, werden maximal 0,7% Stärkegemisch als Bindemittel beigemengt. Die Ware wird zu 95% lose vertrieben. Die restlichen 5% werden abgesackt. Als Hauptabsatzmärkte nannte Bernhard Glechner Ober- und Niederösterreich, Salzburg, Tirol sowie das angrenzende Bayern.
Hotts-alle © DI Johanna
                        Schnaubelt
Gemeinsam für die Zukunft: Bernhard Glechner, Geschäftsführer Hot´ts Holzpellets; Christian Rakos, Geschäftsführer proPellets Austria; Bürgermeister Franz Knappl; Agrar-Landesrat Josef Stockinger; Gerhard Glechner, Geschäftsführer Hot´ts Holzpellets; und Energie-Landesrat Rudi Anschober (v. li.)
© DI Johanna Schnaubelt

Ressourcenschonende Produktion

Bei der feierlichen Eröffnung betonte auch der oberösterreichische Agrar-Landesrat Josef Stockinger, dass die Errichtung eines der größten Pelletswerke Österreichs in Zeiten der Wirtschaftskrise eine wichtige Investition in die Zukunft sei. Im neuen Werk achten die beiden Glechner-Brüder auf eine möglichst ressourcenschonende Produktion. Aus diesem Grund wird die Energie, die für die Trocknung des Rohmaterials benötigt wird, aus der Abwärme einer in Laakirchen gelegenen Papierfabrik bezogen. „Über eine 5km lange Fernleitung wird die Wärme nach Oberweis transportiert und verwendet“, konkretisierte Bernhard Glechner.
Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer proPellets Austria, Wolfsgraben, informierte über die positive und dynamisch wachsende Entwicklung der Pelletsbranche, nicht nur in Österreich, sondern auch in den USA und Kanada. Rakos betonte ebenso wie der oberösterreichische Energie-Landesrat Rudi Anschober die enorme Wirtschaftlichkeit von Pellets: „Im Vergleich zu Öl kann man durch das Heizen mit Pellets die Hälfte der Kosten einsparen.“
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Der Bandtrockner von Stela Laxhuber mit Multi-Vent-Technologie ist 18m lang und wurde aus Lärmschutz-Gründen im Gebäude eingebaut
© DI Johanna Schnaubelt

Trocknungsbetrieb startete 2007

Bei der Anlage in Oberweis handelt es sich bereits um die Realisierung des siebenten Pellet-Turmes von Teccon. „An diesem Standort wurde in drei Phasen gebaut“, erläuterte Kasmanhuber. 2007 startete in Oberweis der Trocknungsbetrieb mit einem Bandtrockner von Stela Laxhuber aus Massing/DE (s. Link). Dessen Wasserverdampfungs-Rate wird mit 5,5t/h beziffert. Bei diesem Bandtrockner kommt auch die Multi-Vent-Technologie mit besonders langsam laufenden, aber volumenstarken Ventilatoren zum Einsatz. Eine weitere Besonderheit ist, dass im Trockner ein Energie-Managementsystem integriert wurde.
In dieser Errichtungsphase wurde weitere Fördertechnik installiert, der Betonsilo mit einem Fassungsvermögen von 1800t, die Lkw-Befüllstation sowie der Pellet-Turm 320 errichtet. „Die Bezeichnung Pellet-Turm 320 leitet sich von der Pressen-Antriebsleistung von 320kW ab“, ergänzte Kasmanhuber.
© Teccon
In der Siebmaschine von Teccon werden die Pellets zur Sicherstellung eines niedrigen Staubgehaltes gesiebt, der Feinanteil wird wieder verwendet
© Teccon

Hohe Anforderungen

Als weitere Herausforderung erwähnte Kasmanhuber die Nähe zu den Anrainern. Aus diesem Grund musste man bei der Errichtung hohe Umweltschutz-Auflagen in puncto Schalldämmung und Brandschutz erfüllen. Daher verfügt der Turm über eine Schallschutz-Fassade für eine besonders geräuscharme Pelletsproduktion.
Das angelieferte Rohmaterial wird in der Rohstoffhalle gelagert und über einen 16m langen Schubboden ausgetragen. Über Elevatoren gelangen die Späne zum Sieb, wo Schwerteile ausgeschieden werden. Im Anschluss werden die Späne zu den Ventilschnecken des Stela-Trockners befördert. Die getrockneten Späne werden des Weiteren über ein Becherwerk in Richtung Pelletierung gebracht. Die Fördertechnik lieferte ebenfalls Teccon. Über Trogkettenförderer werden die Späne in weiterer Folge der Pelletiermaschine zugeteilt. Die Anlage besteht aus einer Hammermühle mit Magnet- und Schwerteilabscheider, Bindemittel-Aufgabe, Feuchtigkeitsregelung, Pelletierpresse, Kühler mit Nachbehälter und Siebung. Die getrockneten Späne werden zunächst mittels pneumatischer Förderschnecke von der Hammermühle nach oben im Turm zum Totalabscheider gefördert. „Von da an hilft die Schwerkraft mit. Somit kann man Fördertechnik einsparen und dies birgt kosteneffiziente Vorteile“, brachte es Kasmanhuber auf den Punkt. „Es wird nicht nur weniger Strom benötigt, es ist auch weniger Wartung erforderlich. Weiters kommt es zu keiner Verringerung der Anlagenverfügbarkeit durch mögliche Störungen an Fördergeräten.“
Die Späne werden im Totalabscheider von der Förderluft getrennt, ehe sie zur Konditionierung gelangen. Vor dem Pressvorgang wird das Ausgangsmaterial im Reifebehälter zwischengelagert.
© DI Johanna Schnaubelt
Die Salmatec-Presse hat eine Leistung von 5t/h und wird von zwei Motoren mit je 160kW angetrieben
© DI Johanna Schnaubelt

Zentrales Entstaubungssystem

Des Weiteren verfügt die modulare Anlage über eine zentrales Entstaubungssystem. „Auf diese Weise wird Staubbelastung weitgehend verhindert“, erklärte Kasmanhuber. In jedem Stock gibt es einen Anschluss zu einem zusätzlichen Staubsauge-System, damit die Reinigungs- und Wartungsarbeiten im Turm für das auszuführende Personal erleichtert werden.
Bei der Presse entschied man sich bei Hot´ts Holzpellets für das renommierte Unternehmen Salmatec, Salzhausen/DE. Die Pressleistung wird mit 5t/h beziffert. Zudem verfügt die Presse über zwei 160kW starke Antriebsmotoren. Die Pellets werden über ein Gurtbecherwerk in den Silo zur Lagerung gebracht. Von dort gelangen sie direkt zum Verladesilo von Neuero, Melle/DE.
„Seit Oktober 2006 sind acht Holzpelletier-Werke in Österreich in Betrieb gegangen. Vier davon haben auf unsere Anlagentechnik gesetzt“, berichtete Kasmanhuber. Ferner kann man Referenzen in Deutschland und Osteuropa vorweisen. „Momentan konzentrieren wir uns verstärkt auf den internationalen Markt“, teilte Kasmanhuber abschließend mit.

Quelle: Holzkurier 25   06-2010
Mehr Informationen unter www.timber-online.net


 
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