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90 Jahre Jubiläum
Von der Garage zum industriellen Großbetrieb Stela Laxhuber feiert das 90-jährige Jubiläum. Das Unternehmen aus Massing/DE hat sich auf die >>
Von der Garage aus den Weltmarkt erobert
Stela Trocknungstechnik feiert 90-jähriges Firmenbestehen − Ehrengäste würdigen Erfolgsgeschichte der Unternehmerfamilie Laxhuber.



Hochrangige Ehrengäste kamen zu >>
90-years anniversary
We were delighted to welcome so many guests at our anniversary celebration - our customers in the industrial and agricultural >>

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Technisch ausgereifte Lösung

Technisch ausgereifte Lösung

Anlagenleistung durch Bandtrockner-Einsatz erhöht

Bei Mondi Frantschach, St. Gertraud, wurde es mit der Kapazität des 1981 installierten Rindenkessels eng. Zur Erhöhung der Eigenenergieversorgung suchte man daher nach neuen Wegen, um die Hochdruckdampfmenge mit der bestehenden Anlage zu steigern. Die Entscheidung fiel auf einen Bandtrockner von Stela Laxhuber, Massing/DE, in dem nun die Biomasse vorgetrocknet wird. Dies steigert die Effizienz des Brennstoffes und in weiterer Folge auch die Kesselleistung.
Mondi-Anlage © DI Johanna Schnaubelt
 Mithilfe des neuen Bandtrockners von Stela Laxhuber wird die Effizienz der bestehenden Rindenkessel-Anlage bei Mondi Frantschach gesteigert
© DI Johanna Schnaubelt

Aufgrund der ständig sauber durchgeführten Wartungsarbeiten ist der bestehende Rindenkessel bei Mondi Frantschach zwar in einem sehr gutem Zustand, dennoch war er rauchgasseitig ausgelastet. „Die Rauchgasgeschwindigkeit war für den Kessel zu hoch. Eine Neuinvestition wäre mit sehr hohen Kosten verbunden gewesen. Wir mussten daher die Rauchgasmengen aus dem Kessel zurücknehmen und so daraus mehr Hochdruckdampf generieren“, informiert Projektleiter Günther Leitner über die Ausgangssituation. Aus diesem Grund entschied man sich, in eine Rindenvortrocknung zu investieren. Auf diesem Weg wird der Rinde schon vorab das Wasser entzogen und somit der Brennwert erhöht.

Mondi-Anlage-2 © DI Johanna Schnaubelt
9  t/h Wasserverdampfungsrate: Die Rinde wird im 50 m langen Bandtrockner vorgetrocknet und der Trockengehalt von 50 auf 63 % gesteigert
© DI Johanna Schnaubelt

Ausgereifte Anlagetechnik

Da Rindenvortrocknungen in Europa selten sind, war es für die Projektleiter am Anfang nicht einfach, den geeigneten Ausrüster zu finden. Relativ rasch war man sich darüber einig, dass es ein Bandtrockner sein sollte.
„Die Anlagentechnik von Stela Laxhuber hat uns überzeugt, weil sie sehr ausgereift ist“, berichtet Stefan Raffalt, der ebenfalls mit dem Projekt vertraut ist. „Das bayerische Unternehmen hat uns das beste Preis/Leistungs-Verhältnis geboten.“ Außerdem kann das 1922 gegründete Unternehmen tolle Referenzanlagen vorweisen, erfährt man in St. Gertraud. Ende November hat der Stela-Bandtrockner den Trocknungsbetrieb in Kärnten aufgenommen.

Mondi-vor-logo © DI Johanna Schnaubelt
„Das Projektziel wurde bereits erreicht“, informieren die Projekleiter Günther Leitner und Stefan Raffalt (v. li.) in St. Gertraud vor dem Bandtrockner
© DI Johanna Schnaubelt

Projektziel erreicht

Die für die Rindentrocknung benötigte Energie wird bei Mondi Frantschach aus der Abwärme gewonnen. „Wenn man – so wie wir – die Wärme gratis zur Verfügung hat, ist das die allerbeste Lösung“, sagt Leitner. Nachdem der Trockner mittlerweile drei Monate in Betrieb ist, lautet das erste Fazit in St. Gertraud: „Das Projektziel, mehr Hochdruckdampf aus dem Rindenkessel zu generieren, wurde bereits erreicht. Die von Stela Laxhuber garantierten Werte werden eingehalten“, weiß man bei Mondi Frantschach zu berichten.
In der Anlage wird der Trockengehalt der Rinde von 50 auf 63 % gesteigert. Der Bandtrockner hat eine Wasserverdampfungsrate von 9 t/h. Außerdem ist der 50 m lange Bandtrockner mit einer Multi-Vent-Technologie ausgeführt. Der Bandtrockner verfügt somit über langsam laufende, volumenstarke Ventilatoren. So wird die Trocknungsgeschwindigkeit erhöht und gleichzeitig werden der elektrische Energieverbrauch sowie die Schallemissionen reduziert. „Letzteres war ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der Auftragsvergabe“, unterstreicht Raffalt. Und so hört man – selbst, wenn man direkt davor steht – kaum, dass der Trockner in Betrieb ist.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

In St. Gertraud freut man sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem bayerischen Trocknungsspezialisten. „Mit der Arbeit von Stela-Projektleiter Tobias Latein und seinem Team sind wir sehr zufrieden. Obwohl Stela Laxhuber noch nicht über so große Erfahrung im Bereich der Rindenvortrocknung verfügte, konnte gemeinsam mit dem hervorragenden Know-how der Projektbeteiligten seitens Mondi Frantschach und Stela Laxhuber ein für alle Beteiligten zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Bei der Trocknungstechnologie handelt es sich um eine ausgereifte Lösung“, betont Raffalt: „Wir konnten durch diese Investition die Effizienz unserer bestehenden Anlage steigern.“

Mehr als 1 Mio. fm/J Industrieholz

Bei Mondi Frantschach handelt es sich vom Holz bis zum Papier um eine integrierte Fabrik. Der jährliche Industrieholzbedarf beträgt mehr als 1 Mio. fm. Die Hälfte davon wird in Form von Sägenebenprodukten und die restlichen 50 % werden als Rundholz angeliefert. Im Juli des Vorjahres hat das Unternehmen in einen neuen Rundholz-Lagerplatz investiert (s. Link).
So wird mehr als die Hälfte der benötigten Rinde selbst bereitgestellt. Der Rest wird von Sägewerken aus der Umgebung bezogen. Täglich werden 800 t Rinde verarbeitet. Die Biomasse wird über einen unterirdischen Förderer dem Trockner zugeführt. Nach dem Trocknungsprozess wird die Rinde zum Kessel transportiert.

100 % grüne Energie

Mondi Frantschach generiert im Rinden- und auch im Laugenkessel Bioenergie. Jährlich werden etwa 290 GWh elektrische sowie 950 GWh thermische Energie erzeugt. „Wir produzieren zu 100 % grüne Energie aus der Verbrennung von fester und flüssiger Biomasse. Lediglich zum An- und Abfahren der Kesselanlage wird fossiler Brennstoff eingesetzt“, bringt es Leitner auf den Punkt. Mondi Frantschach ist somit zu 100 % mit eigener Wärme und zu 97 % bei der Stromproduktion eigenversorgt. 2009 wurden vom Unternehmen mehr als 200.000 t Sackkraft- sowie Kraftpapier produziert, wobei der Schwerpunkt auf der Sackkraftpapier-Produktion liegt. Zusätzlich werden 50.000 t/J Marktzellstoff gefertigt.
Die Produkte sind nach ISO 14001 und 9001, OHSAS 18001 sowie AUVA SGM zertifiziert. Mondi Frantschach ist nach Eigenangaben die einzige Papierfabrik Österreichs mit AUVA SGM-Zertifikat. Der international agierende Konzern hat eine Exportquote von über 90 %.

Autor: DI Johanna Schnaubel
Quelle: Holzkurier    02-2011
Mehr Informationen unter www.timber-online.net


 
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