
Bandtrockner von Stela Laxhuber: Eine spezielle Konstruktion des Trocknungsgehäuses
sorgt für geringe Schallemissionen
© DI Johanna Schnaubelt

Mit zwei Ventilatoren ausgeführt: Das zu pelletierende Material wird in der
Stela-Anlage von 50% Ausgangsfeuchte auf 10% getrocknet.
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Freuen sich über die gute Zusammenarbeit: Jürgen Fritz und Jochen Ritter von
der EVO sowie Tobias Latein von Stela Laxhuber (v. li.)
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Naturhölzer pelletieren
Als Ausgangsmaterial für die ENplus-Pellets werden Sägespäne aus einem Umkreis von 150 km eingesetzt. Im IV. Quartal soll Landschaftspflegeholz zur Industriepelletsfertigung verwendet werden. „Das ist eine unserer Besonderheiten. Wir haben die Genehmigung, naturbelassende Abfallhölzer der Klasse A1 zu verarbeiten“, informiert Ritter. Die Anlage ist in weiterer Folge darauf ausgerichtet, Gräser, Stroh- und Getreidereste zu pelletieren. Dabei betont Ritter, dass ausschließlich Reststoffe eingesetzt werden sollen, denn dies entspreche dem Nachhaltigkeitsprinzip der EVO.
Produktionsweg
Aktuell werden Sägespäne angeliefert und über eine Schnecke dem Sichter von Rudnick & Enners, Alpenrod/DE, zugeführt. Das Westerwälder Unternehmen ist für die komplette Fördertechnik in Offenbach verantwortlich. Von dem Sichter gelangt
das zu pelletierende Material über ein Förderband zu dem Schubboden. Dort sind fünf Boxen mit den unterschiedlichen Materialien. Über Vibrorinnen wird der richtige Materialmix für die Pelletierung dem Bandtrockner zugeführt. Es ist bereits
geplant, dass die EVO eine Vorzerkleinerungsanlage errichtet..“

Nach der feierlichen Eröffnung wurden Interessierten der Pelletprodutionsprozess
sowie Stela-Trocknungstechnik erklärt
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Bayerischer Bandtrockner in Hessen
Das Material gelangt zu einem Bandtrockner von Stela Laxhuber, Massing/DE. Dass die Bayern bei der öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten haben, ist kein Zufall. Stela Laxhuber punktet mit einem Bandtrockner, der die hohen Schallschutzanforderungen (das Produktionsgelände liegt im Herzen der Stadt) erfüllt. Diese wurden auch vertraglich garantiert. Der Bandtrockner weist eine spezielle Konstruktion des Trocknergehäuseaufbaus auf. „So können wir die geringen Schallwerte einhalten“, weiß Tobias Latein, Projektverantwortlicher Stela Laxhuber. „Der Wandaufbau unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Bandtrocknern.“ Der Bandtrockner ist mit der Multi Vent-Technologie ausgeführt. Zwei volumenstarke Ventilatoren sorgen dafür, dass auf dem 121 m²-Band in dem zu pelletierenden Material die Feuchtigkeit von 50% auf 10% reduziert wird. Eine punktuelle Luftregelung ist in den einzelnen Trocknungsphasen möglich. Dies erlaube eine Erhöhung der Trocknungsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Reduktion der Schallemissionen und des elektrischen Energiebedarfs, erfährt man in Offenbach. Die Wasserverdampfungsrate liegt bei 5 t/h.
2013 bereits 130.000 t/J Industriepellets
Da die EVO drei weitere Ausbaustufen vorsieht – 2013 sollen in einem zweiten Schritt bereits 130.000 t/J Industriepellets gefertigt werden, sollen drei weitere Bandtrockner von Stela Laxhuber folgen. In der finalen Ausbaustufe sollen je zwei Trocknungsanlagen übereinander stehen. „Stela Laxhuber hat hier wirklich eine tolle Arbeit geleistet“, lobt Jürgen Fritz von der EVO den bayerischen Holztrocknungsspezialisten unaufgefordert.„Tobias Latein war genau der richtige Ansprechpartner für uns. Von Anfang an hat
alles wunderbar funktioniert und wir wurden von Stela Laxhuber sehr gut betreut.“.
Biomasse-Heizkraftwerk am Gelände
Da die EVO drei weitere Ausbaustufen vorsieht – 2013 sollen in einem zweiten Schritt bereits 130.000 t/J Industriepellets gefertigt werden, sollen drei weitere Bandtrockner von Stela Laxhuber folgen. In der finalen Ausbaustufe sollen je zwei Trocknungsanlagen übereinander stehen. „Stela Laxhuber hat hier wirklich eine tolle Arbeit geleistet“, lobt Jürgen Fritz von der EVO den bayerischen Holztrocknungsspezialisten unaufgefordert.„Tobias Latein war genau der richtige Ansprechpartner für uns. Von Anfang an hat
alles wunderbar funktioniert und wir wurden von Stela Laxhuber sehr gut betreut.“.
Zweimal 5 t/h
Das im Bandtrockner getrocknete Material gelangt im nächsten Schritt in die zwei Trockenspansilos,die je 2500 srm fassen. Von dort erfolgt der Transport zur Feinzermahlung, bevor dem zu pelletierenden Rohstoff weniger als 1 % Bindemittel beigemengt wird. Über einen Reifebehälter wird das Material auf zwei Pressen von CPM, Amsterdam, aufgeteilt. Die zwei CPM-Anlagen überzeugen in Offenbach mit einer Leistung von je 5 t/h.Die Antriebsleistung beträgt je zweimal 355 kW.In einem weiteren Ausbauschritt sollen zwei zusätzliche Pressen folgen. Die Presslinge werden anschließend gekühlt und ausgesiebt. Über ein Becherwerk wird der hochwertige Brennstoff zu einem Silo von Neuero, Melle-Buer/DE, gefördert.Der Silo fasst 7300 t. Zwei weitere sollen ebenfalls folgen. Während der gesamten Pelletsproduktion wird anfallender Staub abgesaugt, um anschließend der Produktion wieder zugeführt zu werden.„Alles arbeitet hier im Kreislaufverfahren“, unterstreicht Ritter. Zur Qualitätskontrolle der Ware werden stündlich Proben genommen. Die Pellets werden lose verladen. Zwei Verladesilos mit jeweils 40 t Volumen sind in Offenbach errichtet. Mit dem Pelletsvertrieb der zertifizierten Ware ist der Großhandel für nachwachsende Energieträger, Wetterauer Agrar Service (WAS), Wölfersheim/DE, betraut.Eine weitere Besonderheit der EVO ist, dass die Industriepellets und später auch die ENplus-Pellets für den Eigenbedarf produziert werden.

Die zwei CPM-Pressen leisten je 5 t/h: Enplus- und Industriepellets - die Betreiber
sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden
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Eigene Energiewaldflächen
„Wir sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette Holz aufgestellt“, analysiert Fritz. Aus diesem Grund verfügt die EVO in der Nähe von Gießen/DE über Energiewaldflächen. Diese sollen weiter ausgebaut werden. „Wir bearbeiten und veredeln Restholz. Wir machen somit aus ‚Abfall‘ einen wertvollen Rohstoff, der in der Region eingesetzt wird. Seitens der EVO können wir so einen Beitrag zum Schutz des Klimas und unserer Umwelt leisten“, betont Vorstandmitglied Dr. Kurt Hunsänger. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Zehn neue Arbeitsplätze wurden nachhaltig geschaffen. Über 17 Mio. € wurden in die Biomasse-Komplettlösung in Offenbach investiert.
Laufend grüner mit 1,5 Mrd. €
„Wir werden laufend grüner“, berichtet EVO-Vorstandsvorsitzender Michael Homann. „In Offenbach wirtschaften wir dezentral und nachhaltig.Es handelt sich hierbei um eine intelligente und umweltschonende Form der Energieproduktion.Der Ausbau erneuerbarer Energien ist der richtige Weg. So leisten wir unseren Beitrag zur Energiewende.“ Dem noch nicht genug. „Wir investieren bis 2020 1,5 Mrd. € in den Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung – für uns sind das die Bereiche Holz, Wind und Solar – sowie in
die Energieeffizienz unserer Anlagen“, sagt Dr. Georg Müller,Vorstandchef der EVO-Muttergesellschaft MVV Energie AG, Mannheim/DE.
Autor: DI Johanna Schnaubel
Quelle: Holzkurier 05-2011
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www.timber-online.net