In Süddeutschland ist die Stela-Laxhuber Trocknungstechnik GmbH ansässig (Landkreis Rottal-Inn). Sie bietet auch ein Verfahren zur Trocknung von Gärprodukten mit niederkalorischer Wärme an.
Die Bandtrockner können ab einer thermischen Leistung von etwa 250 kW eingesetzt werden. Sie sind modular erweiterbar. Die Gärprodukte werden mit einem TS-Gehalt von etwa 25 bis 50 Prozent dem Trockner zugeführt, wie Christoph Höfler mitteilt. Über zwei Förderschnecken wird das Feuchtgut zunächst gleichmäßig über die Breite des Trocknungsbandes verteilt und eingeebnet. Die Schütthöhe ist variabel einstellbar. Nach der Verteilung wird das Produkt durch den Bandvorschub in den Trocknungsbereich eingefahren.
Höfler: "Innhalb des Trocknertunnels wird die Produktschüttung von Warmluft mit einer Temperatur von etwa 60 bis 90 Grad Celsius durchströmt. Die Feuchtigkeit wird konvektiv abgetrocknet und auf den Luftstrom übertragen. Der durch den dabei nötigen Wärmeentzug abkühlt“. Die Anlage erreicht dabei eine Wasserverdampfungsleistung von etwa 0,8 bis 1,0 Kilogramm Wasser pro kWh thermischer Energie.
Die Warmluft wird in indirekten Wärmetauschern, die je nach Verfügung stehender Abwärme mit Warmwasser von 60 bis 95 Grad Celsius gespeist werden, erzeugt. Die Druchlüftung der Produktschicht geschieht von oben nach unten. „Zum Erhalt eines möglichst homogenen Trockengutes wird die Schüttung nach halber Trocknerlänge mittels einer Wendevorrichtung umgeschichtet und vermischt“, ergänzt Höfler. Zur Abluftreinigung wird ein Luftwäscher genutzt, der der Gärprodukttrocknung nachgeschaltet ist. Die Ventilatoren der Trocknungsanlage befördern die Abluft in den Luftwäscher: „Diese Luft enthält 40 bis 140 ppm Ammoniak, wovon im Luftwäscher bis zum 80 Prozent herausgewaschen werden“, hebt Höfler hervor.
Quelle: Biogas Journal
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