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Von der Garage aus den Weltmarkt erobert
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Hochrangige Ehrengäste kamen zu >>
90-years anniversary
We were delighted to welcome so many guests at our anniversary celebration - our customers in the industrial and agricultural >>

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Pelletsvertrieb in der Region

Pelletsvertrieb in der Region

Nachhaltigkeitsgedanke in Leoben im Vordergrund
Im August des vergangenen Jahres hat Mayr-Melnhof Pellets Leoben das Werk der Holzindustrie Leitinger übernommen. Ein Jahr später läuft die Produktion einwandfrei. Im Dreischichtbetrieb werden bis zu 40.000 t/J Pellets erzeugt.


MM-Stela © DI Johanna Schnaubelt
Der Bandtrockner von Stela Laxhuber bei Mayr-Melnhof Pellets Leoben ist rund um die Uhr im Einsatz
© DI Johanna Schnaubelt
Unser Ziel ist es, die Wertschöpfungskette Holz zu vertiefen. Aus diesem Grund war die Übernahme des Pelletswerkes ein logischer Schritt, um unsere anfallenden Sägespäne intern zu verarbeiten“, konkretisiert DI (FH) Franz Schwarzauger, Geschäftsführer Mary-Melnhof Pellets. „Auch an den anderen Standorten der Mayr-Melnhof Holz Gruppe sind Pelletierungen angedacht.“ So gewinnen Pellets für die gesamte Gruppe zunehmend an Bedeutung.
MM-Schwarzauger+svoboda-hoch © DI Johanna Schnaubelt
Am Prüfstand: Angelika Svoboda und Franz Schwarzauger kontrollieren die Pelletsqualität
© DI Johanna Schnaubelt

Lange Tradition

2007 startete die Mayr-Melnhof Holz Gruppe mit der Pelletsproduktion in Paskov/CZ. „Wir hatten somit das Know-how und waren bestens für die Produktion in Leoben gerüstet“, analysiert Schwarzauger. „Unser Unternehmen verfügt über eine lange Tradition im Bereich Holzwirtschaft und steht für einen bewussten Umgang mit unseren Ressourcen.“ Diese Botschaft möchte man auch mit dem Namen Mayr-Melnhof Pellets kommunizieren.
So werden ab Herbst auch die Pellets aus Paskov unter dem Namen Mayr-Melnhof Pellets Paskov vertrieben. „Mayr-Melnhof wird mit qualitativ hochwertigen Produkten assoziiert“, bringt es Schwarzauger auf den Punkt. Zudem kann die Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette Holz bedienen. „Somit können wir unseren Kunden Versorgungssicherheit garantieren“, erklärt Schwarzauger.
MM-CPM © DI Johanna Schnaubelt
CPM-Pressen im Einsatz: Die zwei Pressen leisten je 4,5 t/h und werden jeweils mit 315 kW angetrieben
© DI Johanna Schnaubelt

Nachhaltigkeit im Fokus

Vor der Übernahme wurden die Pellets zu einem Großteil exportiert. Mayr-Melnhof Pellets Leoben setzt beim Vertrieb den Fokus auf die Region. „Dabei geht es uns um den Nachhaltigkeitsgedanken. Es fallen keine langen Transportwege an. Dies ist vor allem in Bezug auf die Nachhaltigkeit sehr wichtig. Kurze Transportwege wirken sich gut auf den CO2-Footprint des Unternehmens aus und tragen dazu bei, die Umwelt zu schonen“, unterstreicht Schwarzauger seinen Standpunkt.
Die losen Pellets werden in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten über Händler verkauft. Auf einen direkten Vertrieb wird verzichtet, da man laut Schwarzauger auf eine klare Linie Wert legt und es somit zu keinen Überschneidungen mit dem Handel kommt. Auch in Paskov sind die Absatzmärkte sehr eng an den Standort gekoppelt.
Die Pellets sind sowohl Önorm als auch DINplus zertifiziert. Im Frühjahr 2011 wird man auf die ENplus-Zertifizierung (ENplus A1) umsteigen. „Eine einheitliche Zertifizierung in der gesamten Branche wäre sehr sinnvoll, um somit etwaige Verunsicherungen auf Verbraucherseite zu verhindern“, führt Schwarzauger aus. Den Pellets werden weniger als 1 % Mais- oder Weizenstärke beigemengt. „Die Qualität der Pellets hat für uns oberste Priorität“, betont der Geschäftsführer.

Preisniveau muss stimmen

Als problematisch erweist sich laut Schwarzauger die Rohstoffsituation. „Die Pelletspreise sind in den vergangenen beiden Jahren konstant geblieben. Die Rohstoffpreise sind hingegen im gleichen Zeitraum um 25 bis 30 % gestiegen. Aufgrund wettbewerbsverzerrender Faktoren konnte der Marktpreis der Pellets in Österreich bis dato nicht angepasst werden. Es ist zu erwarten, dass sich in Zentraleuropa ein einheitlicher Preis ausbilden wird. Sollte der Preis im Inland auf einem niedrigen Niveau gehalten werden, so besteht die Gefahr, dass die Ware ins benachbarte Ausland abfließt.“
Probleme mit der Späneversorgung hat man in Leoben keine, da im Sägewerk etwa 70.000 t/J anfallen. Grundsätzlich ist Schwarzauger aber mit der Pelletsmarkt-Entwicklung in Österreich zufrieden: „Auch in Bezug auf die Statistik können wir von einem positiven Trend sprechen. Etwa 7000 Pelletskessel werden heuer in Österreich installiert. Ein stabiles Wachstum ist wichtig.“

Hohe Leistungskapazität des Trockners

Die Sägespäne werden in Leoben per Lkw vom Säge- zum Pelletswerk geliefert. Dort werden sie in einem Nassspansilo zwischengelagert, bevor die Späne mit einem Wassergehalt von etwa 55 % in einem Bandtrockner von Stela Laxhuber, Massing/DE, auf eine gezielte Endfeuchte von 10 % getrocknet werden. Die Nennleistung des Trockners beträgt 4 MW. Die Wärme bezieht dieser über die angrenzende KWK-Anlage BKL Leoben. Die BKL wird von der Energie Steiermark betrieben, Mayr-Melnhof verfügt über eine Minderheitsbeteiligung.
„Mit dem Bandtrockner von Stela Laxhuber sind wir sehr zufrieden. Auch in Paskov haben wir auf das Know-how des Trocknungsspezialisten aus Bayern gesetzt. Dieser ist mit der Multi-Vent-Technologie ausgeführt“, führt Schwarzauger aus. Der Trockner ist rund um die Uhr im Einsatz. Die getrockneten Späne werden im Trockenspansilo gelagert, bevor sie dem eigentlichen Produktionsprozess zugeführt werden. Über eine Hammermühle, den Konditionierer und den Reifebehälter geht es zu den zwei CPM-Pressen die je 4,5 t/h leisten. Je ein 315 kW-Motor treibt die Pressen an. In Paskov sind drei CPM-Pressen erfolgreich im Einsatz. Für die Fördertechnik zeichnet sich Rematec, Dietersburg/DE, verantwortlich. Pelletsproben werden während der Produktion alle zwei Stunden entnommen. An fünf Tagen in der Woche läuft das Pelletswerk im Dreischichtbetrieb.
Darüber hinaus wurden im Mai zwei Brikettierpressen von Pawert, Muttenz/CH, von Amstetten nach Leoben übersiedelt. Auch an anderen Mayr-Melnhof Holz-Standorten wird brikettiert. Die Gesamtkapazität wird mit 25.000 t/J beziffert.

Autor: DI Johanna Schnaubel


Quelle: Holzkurier    10-2010
Mehr Informationen unter www.timber-online.net


 
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